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Jelling: Er christianisierte die Dänen und baute die Zentralmacht der Zukunft auf (Kann der Glaube Berge versetzen?)

Der Glaube der Wikinger war mit einer Welt verbunden, die von Kreaturen, Halbgöttern und verstorbenen Menschen bevölkert war. Es war auch eine weitläufige Welt.

Deshalb luden die Wikinger den neuen christlichen Gott Hvide krist als weiteren Gott ein, der Odin, Thor, Frej, Freja und alle anderen in der Linie ergänzen könnte. Die Wikinger waren Pragmatiker. Auf Handelsreisen in den Süden ließen sie sich oft taufen oder zumindest grundieren, womit sie eine Art Interessentenstatus erlangten, ohne 100 % zu konvertieren. Es war gut – und manchmal notwendig –, den Handel in Gang zu bringen.

Der Übergang zum Christentum dauerte daher lang. Als sich Harald Blåtand um 965 taufen ließ, gab es im Land schon lange Christen.

Für den Glaubenswechsel war wohl eher die große Politik als der persönliche Glaube ausschlaggebend. Harald Blåtand versuchte, das Deutsch-Römische Reich in Schach zu halten. Als er sich taufen ließ, wurde Harald zum Christen, genau wie der deutsche Kaiser, dem es dadurch schwerer fiel, gegen die Nordmänner in den Krieg zu ziehen. Schließlich waren sie keine einfachen Heiden mehr.

Haralds neuer Glaube versetzte nicht nur außenpolitische Berge. Der Glaubenswechsel hatte auch im Inneren des Reiches große Konsequenzen. Mit der Konvertierung konnten wir den Grundstein für ein drittes machtpolitisches Gremium in der Nähe des Machtzentrums legen – nämlich die Kirche mit ihren Bischöfen, dem Mönchtum, dem Landbesitz und einem umfassenden Wissensmonopol. Sie brachten die Schrift und ermöglichten den Aufbau einer Zentralmacht im Land rund um den König. Und ihr Eintritt brachte große Veränderungen mit sich. Sowohl in unserer Machtstruktur als auch in unseren Baupraktiken. Bereits 100 Jahre nach Harald Blåtand wurden die ersten Steinkirchen gebaut, und nur wenige hundert Jahre nach Haralds beeindruckenden Holzkonstruktionen bauten wir Kathedralen aus Mönchssteinen.

Erfahren Sie die ganze Geschichte von Gorm dem Alten, Harald Blauzahn und den Wikingern. Sehen Sie Haralds riesiges Festungsgelände, das so einzigartig ist, dass es zum Unesco-Weltkulturerbe ernannt wurde. Kommen Sie und tauchen Sie ein in die Geschichte der nordischen Wikinger.

Die Geschichte von Harald und Bluetooth

Harald Blåtand war ein guter Verhandlungsführer und verstand es, verschiedene Parteien zu vereinen, damit sie gemeinsam handeln konnten. Er vereinte Dänemark, Norwegen und Teile Schwedens. Deshalb einigten sich Intel, Ericsson, Nokia und Toshiba darauf, Haralds Nachnamen für ihren gemeinsamen Standard zur drahtlosen Übertragung zwischen verschiedenen Geräten, Bluetooth, zu verwenden. Und das Logo besteht aus den beiden Runen für H und B.