
Die Heide-Route
Hier draußen auf der Heide – zwischen Sandverwehungen und Aufforstung – verbergen sich kleine Juwelen voller Natur, uralter Geschichten und starker Willenskraft. Willkommen zu einem Tag voller guter Geschichten, viel Natur und köstlichem Essen. Beginnen Sie mit einem Besuch im Museum Mark. Strecken Sie die Beine und genießen Sie die Natur in Grene Sande und Gyttegård Plantage – und beenden Sie den Ausflug in der Filskov Kirche, im Dorf und im Gasthaus.
Die Geschichte der Heide
Der Mensch hat die Natur in Dänemark weitgehend geprägt. Die Eiszeit formte die flache Landschaft westlich von Billund, wo große Ebenen langsam von Wald bedeckt wurden. Doch dann kamen die Bauern, brannten die Wälder ab und bebauten das Land. Leider waren die sandigen Böden so nährstoffarm, dass die Felder innerhalb weniger Jahre ausgelaugt waren. Danach übernahm der Heidekraut die Oberhand. Die Heide ist mit anderen Worten eine Kulturlandschaft.
Im 18. Jahrhundert bedeckte die Heide mehr als die Hälfte von Mittel- und Westjütland. Dies veranlasste Friedrich V., im Jahr 1758 etwa 1.000 Bauern aus Deutschland hierher einzuladen, um die Heide zu urbarisieren. Ohne großen Erfolg. Doch 1864 verlor Dänemark sowohl Schleswig als auch Holstein und damit große Teile der Bevölkerung. Das gab der Urbarmachung der Heide neuen Schwung. Und mit dem Hedeselskab und Enrico Dalgas an der Spitze nahmen wir die Heide in Angriff. Unter anderem, indem wir die Sandverwehung durch Aufforstungen und Windschutzhecken bekämpften.
Um 1950 war die Heide fast verschwunden – nur noch 2 % waren übrig. Der Heideverein feierte diesen Erfolg mit einem Gedicht:
Wir haben einen Tyrannen aus dem Westen,
es ist der Sturm,
es ist der Wind.
Nur einen Rat gegen ihn fanden wir:
Pflanzt!
C. F. Jensen, Hedeselskabet

Museum Mark – Mensch und Natur
Im Museum Mark nimmt dich die Ausstellung „Mensch und Natur“ mit auf eine Reise durch Zeit und Landschaft. Hier kannst du erleben, wie die Natur unser Leben und unsere Kultur geprägt hat und wie wir Menschen uns im Laufe der Geschichte sowohl an die Natur angepasst als auch ihr unseren deutlichen Stempel aufgedrückt haben. Von der Urbarmachung der Heide bis zur Industrialisierung erzählt das Museum die Geschichte der Region als Spiegelbild der Entwicklung Dänemarks.
Eine umgekehrte Dalgas-Geschichte – Wo die Heide wieder die Oberhand gewinnt
Gyttegård Plantage ist eine der sogenannten Kopenhagener Plantagen, die Ende des 19. Jahrhunderts im Rahmen des Kampfes der Hedeselskab gegen die Heide angelegt wurden. Hier trieben der Vorsitzende Enrico Dalgas und eine Reihe von Großbauern die Aufforstung voran – sowohl, um Jagdmöglichkeiten zu sichern, als auch, um mit prächtigen Villen auf dem Land Macht zu demonstrieren. Heute kann man die denkmalgeschützte Villa Ny Gyttegård besichtigen, die vom berühmten Architekten Martin Borch entworfen wurde und direkt neben dem Golfclub liegt.
Heute befindet sich die Gyttegård Plantage mitten in einem spannenden Wandel. Die Naturbehörde entfernt Bäume und Nährstoffe, um die Heide wiederherzustellen, und lässt der Natur die Möglichkeit, sich selbst zu regenerieren – unter anderem im „Verbrannten Wald“, wo die Bäume, die einem Brand im Jahr 2011 zum Opfer fielen, nun Insekten, Pilzen und Pflanzen als Lebensraum dienen.
Folgen Sie den Wegen und genießen Sie die Aussicht vom Ørnsbjerg, die schönen Feuchtgebiete und entdecken Sie die alte gepflasterte Hohlstraße zwischen Billund und Hejnsvig – noch immer sichtbar unter Gras und Laub.


Grene Sande – Der größte Sandkasten der Heide
Das Gebiet war einst von Sandverwehungen geprägt, die ganze Dörfer unter sich begraben konnten. Auf Grene Sande spürst du die rohen Kräfte der Natur in den offenen Dünen und Heideflächen. Hier haben die feuchten Moorgebiete den Flugsand aufgehalten, der die große, U-förmige Düne gebildet hat – einen riesigen Sandkasten von ca. 400 Metern Länge und 100 Metern Breite.

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Gutes Essen im Filskov Kro
Mitten zwischen Wald und Heide liegt das Filskov Kro – ein modernes Gasthaus, das seiner Geschichte seit 1853 großen Respekt zollt. Hier bereitet die Küche alle Gerichte von Grund auf mit hochwertigen Zutaten und viel Liebe zu. Die Speisekarte bietet klassische dänische Gerichte und kleine Überraschungen mit den besten Aromen der Saison. Das Gasthaus bietet auch gemütliche Übernachtungsmöglichkeiten.
Es empfiehlt sich, im Voraus einen Tisch zu reservieren.

Filskov-Kirche – Neues Leben mit alten Wurzeln
Die Gegend um Filskov ist reich an Geschichten – bis zurück ins Jahr 4000 v. Chr., als Grabhügel davon zeugen, dass hier Menschen das Leben genossen haben. Im 19. Jahrhundert wuchsen sowohl die Stadt als auch der Glaube an die Zukunft. Deshalb wollten die Einwohner eine eigene Kirche. Als eine alte, verfallene Kirche aus dem Mittelalter auftauchte, wurde aus dem Wunsch eine klare Forderung der Bevölkerung. Und 1877 wurde die Filskov-Kirche geweiht.

Filskov heute – Das selbstverwaltete Dorf
Nach der Gemeindezusammenlegung im Jahr 1970 und der Stilllegung der Eisenbahnlinie im Jahr 1971 ging es mit Filskov bergab. Doch die Einwohner hielten zusammen und betreiben heute alles selbst, vom Sportverein und der Schule bis hin zum Lebensmittelgeschäft und dem Pflegeheim. Filskov ist ein lebendiges Dorf, das auf gemeinsamer Initiative entstanden ist – hier besitzen und pflegen die Bürger alles selbst. Machen Sie einen „Rundgang durch Filskov“ – die Broschüre finden Sie beim Lebensmittelhändler, an der Kirche oder im Gasthaus – und erleben Sie die Geschichte der selbstverwalteten Stadt.
Gute Unterkunftsmöglichkeiten in und um Billund

Ferienwohnungen

Bed & Breakfast
Gut essen auf der Hede
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Hier können Sie die Restaurants und Cafés der Region erkunden
Weitere Übernachtungsmöglichkeiten
In der Region „Destination Trekantområdet – The heart of Jutland“ gibt es eine Vielzahl an Übernachtungsmöglichkeiten. Das Angebot reicht von luxuriösen Hotels, gemütlichen Bed & Breakfasts und modernen Ferienwohnungen bis hin zu Naturerlebnissen in einzigartigen Schutzhütten und auf Campingplätzen in der Nähe von Wasser und Wald.

















